Grüne lehnen eine Reaktivierung der historischen Trasse des Eisernen Rhein weiterhin ab! Äußerungen der CDU fallen auf sie selber zurück und sind Wahlkampfgetöse!

Horst Becker, bis zur Auflösung des nordrhein-westfälischen Landtages Parlamentarischer Staatssekretär für Verkehr, zu den Berichten über angebliche Planungen des Landes zur Reaktivierung der historischen Trasse des Eisernen Rheins:

„Wir Grüne lehnen eine Reaktivierung der historischen Trasse des Eisernen Rhein ab. Eine solche Reaktivierung erscheint uns aus folgenden Gründen nicht möglich:

  1. Sie ist den Anwohnerinnen  und Anwohnern in allen durchschnittenen Orten nicht zumutbar.
  2. Sie ist, wenn nach heutigen Standards ausgebaut werden sollte, zwischen 500 und 650 Millionen Euro teuer, während der Bundesverkehrsminister ausweislich aller Unterlagen bis heute lediglich 150 Mio. Euro ansetzt und die Reaktivierung so künstlich wirtschaftlich rechnet.
  3. Wenn es zu einer Reaktivierung käme,  würde in Verbindung damit eine Untertunnelung des niederländischen Naturschutzgebietes Meinweg nötig. Diese ist von niederländischer Seite, wenn überhaupt, dann nur eingleisig und nicht elektrifiziert geplant. Was auch das für die betroffenen Orte auf deutscher Seite hieße, kann nur zur Ablehnung einer solchen Planung führen!

Dass nun ausgerechnet CDU-Landtagsabgeordnete zufällig drei Tage vor der Wahl Alarm schlagen, verwundert sehr! War es doch auch ausweislich von Presseartikeln aus dem Dezember letzten Jahres Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU), der sich auf die historische Trasse des Eisernen Rheins festlegte und mit seinem Haus alle anderen Varianten so schlecht und die historische Trasse so gut rechnen ließ, dass die Belgier sich genau deswegen ausschließlich auf die historische Trasse versteiften. Genau das wiederum war der Anlass zu einer Landtagsdebatte und einem gemeinsamen Antrag von GRÜNEN, SPD und FDP, mit dem wir die Bundesregierung gegen den Widerstand von Teilen der Landtags-CDU aufgefordert haben, die A52-Variante mit einer anderen Einfädelung ins Bestandsnetz weiter zu untersuchen und sich nicht vorzeitig festzulegen.

Damit die perfide Wahlkampftaktik der CDU-Landtagsabgeordneten durchbrochen wird, wäre es gut, wenn Landeswirtschaftsminister H. Voigtsberger umgehend vollständige Transparenz über die in Belgien getroffenen Absprachen herstellt und gegebenenfalls unterschriebene Vereinbarungen noch heute veröffentlicht!“

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