Touristikzentrum Schmallenberg-Eslohe für Allergikerfreundlichkeit ausgezeichnet

v.l.: Markus Delcuve (NRW-Tourismus), Bürgermeister Stephan Kersting (Eslohe), Parl. Staatssekretär Horst Becker, Anja Bode (Institut für Allergieforschung), Prof. Dr. Markus Magerl (Charité Berlin), Bürgermeister Bernhard Halbe (Schmallenberg), Astrid Völlmecke (Projektleiterin) und Hubertus Schmidt (Tourismusdirektor Schmallenberg).

Wer kennt die Symptome nicht, sei es an sich selbst oder an Menschen aus dem direkten Umfeld: Juckreiz in den Augen, Schnupfen oder Atembeschwerden machen den Alltag schwer. Doch nicht nur der alljährliche Pollenflug, auch Stoffe in Lebensmitteln rufen Quaddeln auf der Haut, Asthma bronchiale und weitere Reaktionen hervor. Die Zahl allergischer Erkrankungen hat stark zugenommen: Schätzungen der Europäischen Allergiestiftung gehen davon aus, dass fast jeder Zweite einmal in seinem Leben von einer Allergie betroffen ist. Möglichkeiten der Hilfe sind daher dringend geboten.

Die gemeinnützige Europäische Stiftung für Allergieforschung (ECARF) vergibt seit 2006 ein Qualitätssiegel für Produkte und Dienstleistungen, die die Lebensqualität von Allergikerinnen und Allergikern verbessern. Der Ferienregion Eslohe und dem Schmallenberger Sauerland  wurde diese Auszeichnung am 9. April als erste Region in Nordrhein-Westfalen verliehen.

Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär für die ländlichen Räume im NRW-Umweltministerium, beglückwünschte die Mitwirkenden des Projekts in seiner Ansprache anlässlich der Preisverleihung im Holz- und Touristikzentrum Schmallenberg, auch im Namen von NRW-Gesundheitsministerin Steffens und Umweltminister Remmel. Er würdigte sodann die besonderen Leistungen und Anstrengungen der Region, die dieser Auszeichnung vorausgegangen sind.

Mehr als 42 Unternehmen und Selbstständige haben bisher die Qualitätskriterien der ECARF umgesetzt. Zu den allergikerfreundlichen Betrieben zählen unter anderem ein Supermarkt, zwei Bäckereien, zwei Metzgereien, ein Schmuckgeschäft und zahlreiche Ferienwohnungen. Sie bieten angepasste Übernachtungsmöglichkeiten, wie allergikergeeignete Betten oder eine pollenarmen Bepflanzung in Nähe der Übernachtung wie auch der öffentlichen Plätze. Restaurants und Cafés garantieren mit der genauen Angabe von Inhaltsstoffen und einer Zubereitung der Mahlzeiten unter individuell zwingend zu meidender Lebensmitteln wie Gluten, Ei oder Laktose, dass auch Allergiker einen genussvollen Aufenthalt haben.Becker betonte, er sehe in Eslohe und Schmallenberg beachtliche Stärken als Gesundheitsregion. Gerade der Heilklimatische Kurort Grafschaft –mit dem Fachkrankenhaus mit den Behandlungsschwerpunkten Lungenerkrankungen und Allergie – und die beiden Orte mit einem Heilstollen-Kurbetrieb seien zur Behandlung von Allergie-Erkrankungen prädestiniert. Diese würden durch touristische Highlights wie den Rothaarsteig und den „Sauerland-Höhenflug“-Weg ansprechend ergänzt.

In der Auszeichnung sieht Becker auch ein gutes Zeichen für den ländlichen Raum. Mit dem Europäischen Zertifikat präsentiere sich diese Landschaft als gutes Beispiel für die unterschätzten Potenziale der Landregionen. Südwestfalens Waldlandschaften wie das Schmallenberger Sauerland seien „grüne Lungen“ für NRW.

Als wegweisend bezeichnete Staatssekretär Becker zudem die Umsetzung von Aufgaben über Gemeindegrenzen hinweg – als LEADER-Region. Denn auch der Weg zur allergikerfreundlichen Gemeinde sei ein Projekt aus dem EU-Förderprogramm LEADER mit finanzieller Unterstützung aus dem NRW-Programm „Ländlicher Raum“. Als LEADER-Region „4 mitten im Sauerland“ mit den Gemeinden Bestwig und Eslohe sowie den Städten Meschede und Schmallenberg sei früh erkannt worden, was mit Förderung von EU und Land durch Chancen der regionalen Kooperation und eines Regionalmanagements möglich ist. LEADER sei ein großer Gewinn für den Tourismus.

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