Parlamentarischer Staatssekretär Horst Becker: „Lösung für Sicherheit am Siegfriedfelsen erscheint greifbar“

Finanzierungsmodell als Grundlage für beteiligte Gremien aufgestellt – Schnelle Lösung notwendig!

 

Der Erhalt der letzten Weinberge in Nordrhein-Westfalen ist nach einem Erörterungstermin im Düsseldorfer Umweltministerium ein Stück näher gerückt. Als Ergebnis wurde vereinbart, dass kurzfristig als effektiver Schutz am Siegfriedfelsen drei Schutzzäune errichtet werden sollen, die den betroffenen Winzern ermöglichen, in diesem Jahr die Weinlese durchzuführen. Nach groben Schätzungen sollen die Gesamtkosten für die dauerhafte Lösung der erforderlichen Felssicherungsmaßnahmen 1,7 bis 2 Millionen Euro betragen. Einzelheiten zur Gestaltung der Sicherheitszäune werden von den beauftragten Ingenieuren festgelegt. Weitere, für die Felssicherung notwendige Einzelmaßnahmen sind für das nächste Jahr vorgesehen.

„Die Gespräche mit den beteiligten Kommunen, den betroffenen Winzern, dem Verschönerungsverein Siebengebirge (VVS) und verschiedene Fachdienststellen in Düsseldorf waren konstruktiv und Erfolg versprechend“, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Umweltministerium, Horst Becker.  „Ein Durchbruch bei dieser aufgrund der besonderen Lage und mit der Vielzahl von Beteiligten anspruchsvollen Thematik erscheint jetzt möglich“, ergänzte Becker.

Das Umweltministerium unterbreitete im Verlauf des Gespräches einen konkreten Vorschlag des Landes, wie eine Kostenverteilung für wirksame, dauerhafte Sicherungsmaßnahmen aussehen sollte. Alle Beteiligten sicherten zu, dazu ihre Gremien schon innerhalb der nächsten Tage zu befassen, um verbindlich Klarheit für einen gemeinsamen Weg zu erreichen.

„Die Landesregierung ist im Ergebnis zuversichtlich, dass alle Beteiligten zügig weiter an einem Strang ziehen, um die Rettung dieser für NRW einzigartigen Weinberglandschaft zu erreichen, die zugleich eine unverzichtbare touristische Strahlkraft für die ganze Siebengebirgsregion hat“, erklärte Becker.

Allen Vertreterinnen und Vertretern bei diesem Gespräch war klar, dass die notwendigen Maßnahmen am Siegfriedfelsen nur durch eine gemeinschaftliche Anstrengung erreicht werden können. Nach konstruktiven Beratungen erklärte sich das Land NRW bereit, mit 35 % den größten Finanzierungsanteil zu übernehmen. Den drei Kommunen verbleibt ein Anteil von 30 Prozent (bis zu 600.000 Euro), dem Verschönerungsverein Siebengebirge 25 Prozent und der NRW-Stiftung 10 Prozent der Gesamtkosten. Über dieses Finanzierungskonzept ist nun kurzfristig in den zuständigen Gremien des Rhein-Sieg-Kreises, der Städte Bad Honnef und Königswinter und des Verschönerungsvereines zu beraten.

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