„Fledermausfreundliches Haus“ – den versteckten Untermieter Willkommen heißen

© Thorsten Wiegers (NABU NRW)

Ein Wohnhaus der evangelischen Kirchengemeinde in Eitorf im Rhein-Sieg-Kreis wurde am 21. März als erstes Gebäude in NRW durch eine Plakette als „fledermausfreundlich“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen des vom Umweltministerium NRW geförderten Projekts „Fledermausfreundliches Haus“ des Naturschutzbund Deutschland (NABU). Der Parlamentarische Staatssekretär des Umweltministeriums, Horst Becker, und der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck überreichten der Evangelischen Kirchengemeinde die Plakette und eine Urkunde. Hintergrund des Projekts ist, dass gerade während der in den Sommermonaten anstehenden Renovierungsarbeiten in Gebäuden oftmals die Verstecke der Fledermäuse aus Unwissenheit zerstört werden. Ein weiteres Ziel ist es, größere Akzeptanz für Fledermäuse und deren Quartiere in der Nähe des Menschen zu schaffen.

Auf dem Dachboden des ausgezeichneten Wohnhauses befindet sich eine landesweit bedeutende Population von fast 300 Weibchen mit ihren Jungen. Sie gehören zu einer Art mit dem Namen „Großes Mausohr“. Das Quartier wurde 2011 mithilfe eines Fledermausexperten und unter großem Engagement der Eheleute Brieskorn und des NABU aufwendig saniert, um den Fledermäusen ein besseres Sommerquartier zu schaffen. Dazu gehörten unter anderem der lichtdichte Verschluss der Fenster und das Schaffen neuer Hangplätze und Versteckmöglichkeiten.

Der NABU ruft Fledermausfreunde im Land dazu auf, sich um die Auszeichnung „Fledermausfreundliches Haus“ zu bewerben. Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.fledermaus-willkommen.de.

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