Die Artenvielfalt in NRW bewahren

Quelle: WESTFALEN-BLATT (www.westfalen-blatt.de), Foto: Jürgen Spies

Die einzigartige biologische Vielfalt in NRW ist bedroht – allein im Naturschutzgebiet „Erdgarten, Lauerwiesen“ in der Nähe von Paderborn sind etwa 45 Prozent der untersuchten Tier- und Pflanzenarten gefährdet oder bereits ausgestorben. Um dem Problem des Artensterbens zu größerer Aufmerksamkeit zu verhelfen, besuchte der Parlamentarische Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, Horst Becker, am 11. Juni im Rahmen der Sommertour „WildesNRW“ das Naturschutzgebiet und informierte sich vor Ort über die Arbeit des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV).

Auf insgesamt 191 statistisch repräsentativen je 100 Hektar großen Untersuchungsflächen werden dort Biotoptypen, Pflanzen- und Brutvogelarten erfasst. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LANUV dokumentieren und kartieren im Auftrag des Umweltministeriums die Tier- und Pflanzenarten sowie die Entwicklung der Artenvielfalt. „Um sie zu schützen, müssen wir die Vielfalt der Pflanzen- und Tierarten erfassen, ihre Vorkommen und Bestandsentwicklungen dokumentieren. Damit wird auch deutlich, welchen Schatz wir vor unserer Haustür haben, der immer wieder neu entdeckt werden will, aber auch geschützt werden muss“, erklärte Horst Becker.  Im Naturschutzgebiet „Erdgarten, Lauerwiesen“ finden sich viele seltene Arten wie das Wiesenschaumkraut oder die Sumpfdotterblume, der Kiebitz oder der Große Brachvogel.

Die Ursachen des Artensterbens sind oft menschengemacht, wie zum Beispiel die zu intensive Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, die Folgen des Klimawandels oder der Flächenfraß, mit dem wertvoller Lebensraum für die Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten verloren geht. Mit den vom LANUV gewonnenen Daten sollen die richtigen Maßnahmen im Kampf gegen den Artenschutz bestimmt werden.

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