Wildpflanzen als Alternative zum Mais

Am 11. Dezember besuchte Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, die Praxisfläche des Projektes „Energie aus Wildpflanzen“ in Rhede im Münsterland auf Einladung des Landesjagdverbandes. Dort besichtigte er den Anbau von Wildpflanzen, die energetisch verwertet werden.

In Kern geht es in dem Projekt „Energie aus Wildpflanzen“ des Netzwerks „Lebensraum Feldflur“ darum, Wege aufzuzeigen, wie die Energieerzeugung aus Biomasse enger mit dem Naturschutz bzw. den jagdlichen Anliegen verknüpft werden kann. Ein Beispiel dafür ist der Anbau von Wildpflanzenmischungen, der hier auf verschiedenen Praxisflächen erprobt wird. So sollen Alternativen zum Mais als Hauptlieferant für die landwirtschaftlich erzeugte Biomasse entwickelt werden, die energetisch genutzt wird.Alternativen zum Mais seien auch dringend notwendig, sagte Horst Becker. Denn seine vorzüglichen Eigenschaften mit Blick auf die Biogaserzeugung und als Futtermittel hätten dazu geführt, dass der Anbau von Mais in den letzten Jahren sehr stark zugenommen habe.Gleichzeitig sei festzustellen, dass sich der Anbau in einzelnen Regionen NRWs massiv konzentriere.

Das Projekt „Energie aus Wildpflanzen“ legt an verschiedenen Standorten Praxisflächen an und testet unterschiedliche Varianten von Wildpflanzenmischungen im Anbau. Der mehrjährige Anbau von Wildpflanzenmischungen schafft vorübergehend attraktive Lebensräume in der intensiv genutzten Agrarlandschaft. Die Flächen können eine hohe Attraktivität für Insekten und andere Tiere, z.B. Vögel und Wild, entfalten. Dies gilt nicht nur im Sommer, sondern eben auch im Winter, durch die Alt-Pflanzenstrukturen mit noch vorhandenen Samenständen, die für Vögel in dieser Jahreszeit wertvolle Nahrung sind.Aus diesem Grunde fördert NRW auch weiterhin die Anlage von Blüh- und Schonstreifen im Rahmen des NRW-Programms „Ländlicher Raum“.Ein wesentlicher Unterschied zu dem Projekt in Rhede besteht allerdings darin, dass die Blüh- und Schonstreifen nicht genutzt werdenkönnen und sollen.

 

 

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