„Laubholzstudie NRW“ sieht neue Chancen für die Forstwirtschaft

© Wald und Holz NRW

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Laubholz stellt für die heimische Forstwirtschaft eine Alternative zur traditionellen Nutzung von Nadelholz dar, die zugleich klimafreundlich und naturnah ist. Auch aus diesem Grund besuchte Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär im NRW-Umweltministerium, in Vertretung von Minister Johannes Remmel die Vorstellung der „Laubholzstudie NRW“ im Rahmen der Ausstellertage Olsberg am 6. Februar. Auf einem begleitenden Branchengespräch diskutierte er mit Vertretern der Laubholzindustrie über Maßnahmen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Branche.

Um mehr Wissen zum aktuellen Aufkommen und künftigen Marktangebot von Laubhölzern zu erhalten, habe das Umweltministerium vor etwa einem Jahr die Entscheidung getroffen, hier eine spezielle Studie in Auftrag zu geben, erkläre Horst Becker. Die Ergebnisse der „Laubholzstudie NRW“ sollen für die gesamte Branche eine Ermutigung sein, um nach Investitionschancen zu suchen. Denn Ökobilanz und Lebenszyklusanalysen im Laubwald seien grundsätzlich ermutigend, denn auch Laubhölzer wie Buche, Eiche, Esche oder Pappel seien für die holzindustrielle Inwertsetzungen geeignet.

Holz habe eine unschlagbare Ökobilanz, ergänzte Becker: „Ein Kubikmeter Holz entzieht der Atmosphäre während seines Wachstums eine Tonne Kohlendioxid. Holz ist vielseitig verwendbar: als Rohstoff für die Chemieindustrie, als Basis in der Druckindustrie, als Lastträger im Hoch- und Tiefbau.“

In NRW gebe es hier noch viele ungenutzte Potentiale, auch für Laubhölzer: „Das Land NRW möchte unter Nutzung von EU-Förderprogrammen die Entwicklung neuer Produkte und Absatzmöglichkeiten besonders im Laubholzsektor fördern“, stellte Becker in Aussicht.

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