Regionale Schlachbetriebe in NRW – Die Vorteile dezentraler Strukturen.

Horst Becker_Regionale SchlachthöfeNordrhein-Westfalen ist eines der Zentren der landwirtschaftlichen Tierhaltung in Deutschland. Mehr als 7,2 Mio. Schweine, 11,5 Mio. Hühner sowie 1,3 Mio. Rinder wurden 2013 hier gehalten. Diese Tiere werden zu einem Großteil auch in NRW geschlachtet. In den letzten Jahren standen insbesondere die Großschlachthöfe hinsichtlich des Tierschutzes (Betäubung), der langen Transportwege sowie wegen der teilweise katastrophalen Arbeits- und Lohnbedingungen in der Kritik. Diese Missstände führen dazu, dass immer mehr Menschen das Lebensmittel Fleisch in Frage stellen.

Dass es auch anders gehen kann, zeigen regionale Schlachtbetriebe in Nordrhein-Westfalen. Die GRÜNE Landtagsfraktion hat nun in einer Veranstaltung am 19.06.2015 über diese Betriebe und ihre möglichen Vorteile diskutiert.

Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär für die ländlichen Räume hob in seiner Einführung „Gestaltungsräume in Nordrhein-Westfalenim Kontext der EU-Rahmenbedingungen“ hervor, dass „in Nordrhein-Westfalen 65 % der Wertschöpfung über die Nutztierhaltung erzielt werden. Für die regionale Inwertsetzung der Nutztierhaltung braucht es neben dem Handel eine Schlachthofstruktur, die den heutigen Anforderungen aus Wirtschaft und Gesellschaft gerecht wird.“

Mit Fleischern und Betreibern kleiner Schlachthöfe wurde intensiv diskutiert, wie man die notwendigen Strukturen bereitstellen kann, um eine regionale Vermarktung und kürzere Transportwege sicherzustellen sowie eine handwerkliche, gute Fleischverarbeitung zu ermöglichen.

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