Zum Europäischen Tag des Fahrrads: Schnell mehr Radschnellwege!

Am 3. Juni ist Europäischer Tag des Fahrrads. Das Fahrrad ist das Verkehrsmittel für Gegenwart und Zukunft. Es ist schnell, braucht wenig Platz und verursacht weder Lärm noch Schadstoffe. Mittlerweile fahren in Deutschland etwa 2,5 Millionen Pedelecs, sie machen das Fahrrad für mehr Menschen, auch auf längeren oder bergigen Strecken, attraktiver.

Alles gut? Nein. In der konkreten Umsetzung des guten Vorsatzes für mehr Radverkehr scheiden sich die verkehrspolitischen Geister. „Gerne mehr Fahrrad, aber bitte ohne Geld oder Umbau im Straßenraum“, so könnte man die Haltung einiger Parteien beschreiben. Doch wer Potenziale nutzen will, muss auch handfeste Politik fürs Fahrrad machen.

2012 legte Rot-Grün in NRW mit dem „Aktionsplan Nahmobilität“ den Grundstein für besseren Fuß- und Radverkehr und schuf eigens ein Förderprogramm. Mit der Planung und stufenweisen Umsetzung von mittlerweile sechs Radschnellwegen nimmt NRW eine nationale Vorreiterrolle ein.

Und der Bund? Mit dem Bundesverkehrswegeplan will die große Koalition erneut Milliarden in den Aus- und Neubau von Straßen pumpen. Nicht jede Maßnahme ist schlecht, auch die Schiene braucht mehr Investitionen. In der Gesamtschau zementiert so ein Plan jedoch eine falsche Verkehrspolitik. Die Aufnahme des 100 km langen Radschnellwegs Ruhr in den Bundesverkehrswegeplan, von NRW beantragt, lehnt Bundesverkehrsminister Dobrindt ab.

Der Bund soll nicht jeden Radweg planen. Auf vielen Straßen sind jedoch nicht nur nationale Verkehre unterwegs, insbesondere in Ballungszentren. Auch lokale Verkehre verursachen Staus. Was tun? Dobrindt sagt: „Straße ausbauen.“ GRÜNE sagen: „Mit Radschnellwegen und ÖPNV-Verknüpfung Alternativen schaffen.“ So sollte der Bund zukunftsfähige Mobilitätslösungen wie Radschnellwege zur Entlastung der Straßen finanzieren.

Und der heutige Europäische Tag des Fahrrads lässt uns in Nachbarländer schauen – nach Kopenhagen z.B., wo man deutschen Städten meilenweit voraus ist. Das Fahrrad ist eine Mobilitätslösung für die europäische Zukunft. Wir GRÜNE streiten dafür, dass über aktive Politik die Chancen des Fahrrads für umweltfreundlichen Verkehr genutzt werden.

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