Statusbericht zum Bonn-Berlin-Gesetz trägt zusätzlich Schmierseife auf die Rutschbahn!

Zur heutigen Vorstellung des Statusberichtes zum Bonn-Berlin-Gesetz durch Bundesministerin Barbara Hendricks stelle ich fest:

  1. „Dass im Rahmen des Statusberichtes durch eine Umfrage lediglich Abteilungsleiter- und Unterabteilungsleiter befragt wurden, ist aus meiner Sicht ein wesentlicher Fehler. Dass genau diese am ehesten „Effizienzverluste“ beklagen verwundert nicht. Ich bin sicher, dass das Befragungsergebnis bei Einbeziehung weiterer Arbeitsebenen anders ausgesehen hätte.
  1. Dass die in den letzten zwei Jahren erfolgte Zunahme von Dienstreisen zwischen Bonn und Berlin als Argument gegen den Dienstsitz Bonn herangezogen wird, ist  nur als Akt besonderer Willkür zu brandmarken – ist es doch genau die Folge des fortgesetzten Bruches des Bonn/Berlin-Gesetzes und der ständigen weiteren Verlagerung von Arbeitsplätzen, insbesondere im Führungsbereich der Häuser.
  1. Dass sogar der direkte Zusammenhang der Ansiedlung und des Verbleibs internationaler Institutionen und des Verbleibs der Führungsebene von Bundesministerien bestritten wird, zeugt davon, dass Fakten durch Glauben ersetzt werden sollen, um die Bevölkerung der Region ruhig zu stellen.
  1. Dass die Kosten für einen Weiteren oder gar Komplettumzug wieder einmal nicht gegen die vermeintlichen Effizienzverluste in Verhältnis gesetzt wird, rundet das Bild negativ ab. Daran kann auch nichts ändern, dass Frau Hendricks ausdrücklich keinen Komplettumzug vorschlägt und ansonsten offen lässt, welche Konsequenzen sie nun vorschlägt.

Fazit: Dieser Statusbericht ist einseitig angelegt, er lässt wesentliche Fakten aus, er vergleicht nicht wirklich Vor- und Nachteile der immer weiter gehenden Umzugsbemühungen der Bundesministerien – kurz gesagt: Dieser Statusbericht dient dazu, auf die Rutschbahn auch noch Schmierseife aufzutragen.“

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